Vortrag

1517 - 1717 - 2017
Reformation - Freimaurerei - Gegenwart

Vortrag von Br∴ M. G. am 25. Juli 2017

In diesem Jahr werden etliche Jubiläen gefeiert: sechshundert Jahre Bruder Klaus, fünfhundert Jahre Reformation, dreihundert Jahre Freimaurerei und hundert Jahre russische Revolution. Niklaus von Flüe, „Bruder Klaus“, ist als Identifikationsfigur für die Schweiz von Bedeutung und ein Beispiel dafür, wie ein Jubiläum für die unterschiedlichsten Zwecke gebraucht oder auch missbraucht werden kann, was umso einfacher ist, je länger das Ereignis zurückliegt. Die russische Revolution wiederum mit ihrer gigantischen Wirkung ist heute nur noch ein Thema fürs Museum und wissenschaftliche Symposien – so schnell vergeht der Ruhm der Welt. Wenigstens ist der wenig spektakuläre Untergang der Sowjetunion weitgehend unblutig verlaufen!

Wir wollen uns auf zwei Jubiläen konzentrieren, die, wie sich zeigen wird, miteinander zusammenhängen: 500 Jahre Reformation und 300 Jahre Freimaurerei. Das eine wird viel Resonanz finden, das andere wird Mühe haben, ins Bewusstsein der Öffentlichkeit vorzudringen. In unserer schnelllebigen Zeit scheint es notwendig zu sein, wichtige Ereignisse der Vergangenheit an spektakulären Daten festzumachen, damit man sich ihrer erinnert. Der 31. Oktober 1517 ist so ein Tag. Dabei hat es schon vorher reformatorische Bemühungen gegeben, und der Thesenanschlag an die Wittenberger Kirchentür war an sich nichts Besonderes, sondern im kircheninternen Diskurs gängige Praxis. Auch Freimaurerei hat es schon vor dem 24. Juni 1717 gegeben. Ob der Zusammenschluss von vier Logen in London zu einer Grossloge überhaupt am Johannistag stattgefunden hat, ist unter fm Historikern umstritten. Als Anker für die Erinnerung eignen sich beide Daten allemal.

Wir können uns kaum vorstellen, wie das tägliche Leben vor einem halben Jahrtausend ablief. Zu gross ist der technische Fortschritt, vor allem in den letzten 200 Jahren, von der Hygiene ganz zu schweigen. Für eine Dienstreise nach Rom benötigte der Mönch Martin Luder fünf Monate: zwei Monate der Hinweg zu Fuss, denn von „Reise“ kann man unter diesen Umständen wohl kaum sprechen, einen Monat in Rom, wobei es zweifelhaft ist, ob er die für sein Anliegen Zuständigen überhaupt getroffen hat, und wiederum zwei Monate für den Rückweg. Heute kann man das an einem Tag erledigen, vorausgesetzt es wird nicht irgendwo gestreikt.

Und doch gibt es erstaunliche Parallelen zwischen der damaligen Welt und der heutigen. Es war eine Zeit des Umbruchs. Neue Kontinente wurden entdeckt und kolonialisiert. Wie jetzt bei der Globalisierung gab es Gewinner und Verlierer dieser Entwicklung, vor allem im Bergbau. In den späteren Jahren stand Luthers Bruder, der das elterliche Unternehmen weiterführte, auf der Verliererseite. In den Städten blühten Handel und Handwerk; ein selbstbewusstes Bürgertum entstand, das sich nicht länger von Adligen und Klerikern, oftmals in Personalunion, bevormunden lassen wollte.  

Vor den Toren Wiens standen die Türken. Auch zu diesem Szenario gibt es Analogien in der heutigen Zeit. Parallelen zum Klimawandel lassen sich ebenfalls finden. Extreme Wetterphänomene führten zu Missernten und diese wiederum zu Hungersnöten und Verunsicherung.

Deutlich anders als heute präsentierte sich die katholische Kirche. Sie war längst nicht so monolithisch, wie wir sie kennen. Die römische Kirche mit dem Papst war dem Geist der Renaissance erlegen. Die Scholastik, die schönen Künste und schöne Frauen, aber auch handfeste machtpolitische Interessen bestimmten das Geschehen im Vatikan. Für die Nöte der Gläubigen, für die Seelsorge und Sinnstiftung war kein Platz, was langsam aber sicher zu Unruhe an der Basis führte. Dagegen hatte sich in Spanien eine besonders rigide Form des Katholizismus herausgebildet. Dazu beigetragen hatte die Reconquista, d.h. die Vertreibung von Mauren und Juden aus Andalusien, die Missionstätigkeit in den Kolonien und später die Gegenreformation mit der Gründung des Jesuitenordens. Dieser Kurs hält sich bis heute, wie wir am Laienorden Opus dei sehen, der im 20. Jahrhundert in Spanien entstand.

Am Ende des Mittelalters war die Zeit reif für eine Erneuerung von Kirche und Staat; beide waren ja auf unheilvolle Weise miteinander verknüpft, und ihre Entflechtung sollte Jahrhunderte dauern. Bereits hatte sich Unbehagen artikuliert, doch alle Bemühungen endeten auf dem Scheiterhaufen. Es bedurfte einer Persönlichkeit wie Martin Luther (1483-1546) und glücklicher Zeitumstände, um den Wandel nachhaltig herbeizuführen.

Der junge Martin, er hiess damals noch Luder, war intelligent und wissbegierig. Er war auf der Suche nach der absoluten Wahrheit. Das Studium der Jurisprudenz brach er schnell ab, weil er merkte, dass das Recht eine sehr relative Angelegenheit sein kann. Die Wahrheit könne man nur bei Gott finden, meinte er, und schloss sich zum Entsetzen seiner Eltern als Bettelmönch dem Augustinerorden an. Mit geradezu fanatischem Eifer erfüllte er alle Vorgaben der Kirche, um zum Seelenheil zu gelangen. Leistungsfrömmigkeit nennen das die Theologen, wenn mit Gebet, Selbstkasteiung oder auch schnödem Baren Erlösung von Höllenqualen in Aussicht gestellt werden. So sehr er sich auch anstrengte, Martin verspürte keine Wirkung, keinen erlösenden Impuls, was ihn zur Verzweiflung trieb. Fast hätte er seine Priesterweihe abgesagt, nur aus Rücksicht auf seine Eltern, die er nicht ein weiteres Mal enttäuschen wollte, unterzog er sich der Weihe. Im Studium der Bibel suchte er eine Antwort auf seine Seelennot, und dort fand er sie auch. Allerdings war es ein weiter Weg. Inzwischen hatte Bruder Martin als Provinzialoberer seines Ordens und als Theologieprofessor an der neugegründeten Universität Wittenberg Karriere gemacht. 

Äusserer Anlass für den Thesenanschlag war der Ablasshandel, den der Dominikanermönch Tetzel im grossen Stil betrieb und mit seinen Drücker-Kolonnen in die Nähe Wittenbergs vorrückte. Die prekäre Finanzlage beim Bau des Petersdoms in Rom führte zu absurden Werbemethoden. Der bekannteste Spruch lautete: „Die Münze in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“. Man konnte auch Anzahlungen auf zukünftige Sünden leisten. Tetzel war ein glänzender Marketingstratege, dem es gelang, viel Geld in die Kasse zu spülen aber auch Unsicherheit unter den Gläubigen zu verbreiten. Da war Martin Luder vom richtigen Schlag, um dem Treiben Einhalt zu gebieten, und zwar weniger wegen der Absurditäten, sondern aus grundsätzlichen Überlegungen. Der Geldzufluss versiegte, und nicht nur in Rom war man wenig erfreut, denn das ganze System war als Pyramide aufgebaut und hatte unzählige Profiteure.

Diesem äusseren Anlass folgte bei Martin ein innerer Reifeprozess, der nach vielen Diskussionen mit Freunden und Gegnern 1520 zum vorläufigen Abschluss kam. Bereits vorher hatte er Briefe mit dem Namen „Eleutherios“ – der Freie - unterschrieben. Noch heute ist Eleftherios, kurz Lefteris, in Griechenland ein weit verbreiteter Vorname. Später übernahm er daraus das „th“, und so wurde aus Luder Luther.

Die neu gewonnene Freiheit beruhte auf der Erkenntnis Luthers, dass die Gnade Gottes nicht an Bedingungen geknüpft ist. Damit war es weg – „das ganze System von Lohn und Strafe, von frommer Berechnung und mehr oder weniger gebändigter Angst“ (R. Lammer). Man kann die Gnade Gottes nicht kaufen; sie ist nur durch die Hinwendung zu Jesus Christus zu erhoffen. Die althergebrachte Leistungs- oder Werkfrömmigkeit machte nun einer Gnadenfrömmigkeit Platz.

 

Aus diesem Paradigmenwechsel ergab sich eine radikale Neupositionierung des Menschen gegenüber Gott und der Gesellschaft, die Luther so formulierte: Ein Christ ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. – Ein Christ ist ein dienstbarer Knecht aller und jedermann untertan. Meist wird nur der erste Satz zitiert. Aber nur durch beide Aussagen zusammen wird die Ambivalenz von Freiheit und Verantwortung verdeutlicht. Der Mensch ist gehalten, ein gottgefälliges Leben nach den Vorschriften der Bibel zu führen. Das Gewissen ist die Richtschnur für sein Handeln. Wenn er Gutes tut, dann macht er es um der Sache selbst willen, nicht um Erlösung im Jenseits zu erwarten.

Diese Neuorientierung des Menschen ist in Luthers Gottesverständnis begründet: Gott als „allmächtiger Schöpfer des Himmels und der Erden“ entzieht sich der menschlichen Wahrnehmung oder gar Vereinnahmung. „Gottes Ratschluss ist unergründlich.“ Mit menschlichen Massstäben kann man Gott weder erfassen noch begreifen. Die Brücke zu Gott sah er in Jesus Christus, dem der Mensch vertrauen solle.

Luthers Ansichten verbreiteten sich schnell. Rom reagierte auf gewohnte Weise: das Mönchlein im fernen Barbarenland solle gefälligst widerrufen, sonst ginge es nach bewährtem Muster ab auf den Scheiterhaufen. Nur einer erkannte die Gefahr für Kirche und Reich sofort. Es war der junge Kaiser Karl V. (1500-1558), der 1521 auf dem Reichstag in Worms Luther entschieden entgegentrat. Luther hatte dort Gelegenheit, den versammelten Fürsten sein Konzept einer erneuerten katholischen Kirche vorzustellen, denn nur um diese ging es ihm.  Sie sollte von all dem Gestrüpp, von dem sie in eineinhalbtausend Jahren bis zur Unkenntlichkeit überwuchert wurde, befreit werden und zu ihren Ursprüngen zurückkehren. Papst und Heilige als Vermittler zu Gott waren dann überflüssig, aber die Kirche sollte bestehen bleiben. Im evangelischen Glaubensbekenntnis heisst es noch heute: „Ich glaube an eine heilige allgemeine christliche Kirche“ – und das ist nun mal die katholiki ekklesia.

Karl V. drohte, Luther als Ketzer verfolgen zu lassen, gewährte ihm aber die zugesagte freie Abreise aus Worms. Selbstbewusst formulierte er seine Gegenposition, die ganz auf die tausendjährige Geschichte seiner Vorfahren  abstellte, in der er sich selbst als Garant für eine nach spanischem Muster erneuerte römische Universalkirche sah. Beide, Luther wie Karl V., sind mit ihren Ansprüchen gescheitert. Luther musste mit ansehen, wie auf einmal gegen seine ursprüngliche Absicht neue, selbständige christliche Bewegungen und Kirchen entstanden. Karl V. resignierte, als er erkennen musste, dass sich sein Konzept eines Weltreichs mit einer universellen Kirche nicht durchhalten liess.    

Mit dem Kirchenbann war Luther auf einmal frei von den Zwängen der katholischen Kirche. Vor den Folgen der Reichsacht bewahrte ihn sein Landesherr. Nach dem Zwangsaufenthalt auf der Wartburg, den er dafür nutzte, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen, konnte er seine Schaffenskraft in Wittenberg voll entfalten. Luther war kein einsamer Intellektueller, sondern er verstand es, ein hochkarätiges Team von Mitstreitern um sich zu scharen. Philipp Melanchton (1497-1560), selbst ein bedeutender Theologe, unternahm diplomatische Missionen, denn Diplomatie gehörte nicht zu den Stärken Luthers. Georg Spalatin (1484-1545) sorgte dafür, dass der kursächsische Hof in die Reformation mit eingebunden wurde und den notwendigen Schutz gewährte. Johannes Bugenhagen (1485-1558) brachte die Reformation nach Norddeutschland und organisierte und installierte dort die neue Kirchenordnung. Vater und Sohn Lucas Cranach setzten in ihrer Werkstatt die Ideen Luthers bildlich um. Kaum hatte Luther ein Traktat verfasst, und das war fast täglich, ging es in den Druck, und zwar auf Latein und Deutsch und wurde in Tausenden von Exemplaren unter die Leute gebracht. Hier war eine gut geölte Maschinerie mit modernster Technik am Werk, ohne die die Reformation nicht hätte gelingen können und die in ihrer Effizienz keinen Vergleich mit der heutigen Zeit zu scheuen braucht. Leider gilt das auch für einige Begleiterscheinungen, die wir heute an den sozialen Medien kritisieren. Um auch die Mehrheit der Menschen, die ja nicht lesen und schreiben konnte, zu erreichen, wurden comic-artige Flugschriften gestaltet, die dem in nichts nachstanden, was wir heute als shitstorm, hate speech und fake news beklagen. All diese Verwünschungen und Verunglimpfungen, deren sich natürlich auch die Gegenseite bediente, hat das Klima zwischen den Kontrahenten jahrhundertelang vergiftet und eine sachliche Auseinandersetzung vereitelt. Das sollte uns heute eine Lehre sein!

Als „Nebeneffekt“ von Luthers reger publizistischer Tätigkeit entstand eine deutsche Standardsprache. Dazu hat nicht nur seine Bibelübersetzung beigetragen, sondern auch seine Sprachgewalt und seine Wortschöpfungen. Bis dahin gab es nur regionale Mundarten. Als sich Luther und Zwingli trafen, haben sie sich schon rein sprachlich nicht verstanden. Ähnliches gilt auch für die Kirchenmusik, denn das Singen war für Luther ein unverzichtbarer Bestandteil des Gottesdiensts.  

So sehr Luther auch für den Aufbruch in eine neue Zeit steht, er selbst war in mancherlei Hinsicht noch dem Mittelalter verhaftet. Der Teufel war leibhaftig und allgegenwärtig. Alles was sich Luther in den Weg stellte, war Teufelswerk: der Papst – ein Agent des Teufels, Türken und Juden, die sich nicht bekehren lassen wollten, vom Teufel besessen. In der Hymne des Luthertums „Ein feste Burg ist unser Gott“, für Heinrich Heine war sie die „Marseillaise der Reformation“, heisst es schon in der ersten Strophe Der alt böse Feind, mit Ernst er‘s jetzt meint  und in der dritten Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen .   

Luthers Ideen verbreiteten sich explosionsartig. Nicht überall wurden sie so verstanden, wie er sie meinte. Plötzlich musste er sich nicht nur gegen die katholische Kirche wehren, sondern auch gegen „falsche Brüder“. Es waren diejenigen, die wie Thomas Müntzer (1489-1525) der Überzeugung waren, die Endzeit sei angebrochen und damit der Zeitpunkt gekommen, das Reich Gottes auf Erden zu errichten und alle Ungerechtigkeit zu beseitigen. Für Luther eine Illusion, denn wie sollten Menschen, die doch alle sündhaft seien, sich einbilden, sie könnten die ideale Weltordnung schaffen? Wenn wir an Stelle von „sündhaft“ das Adjektiv „unvollkommen“ setzten, sind wir in der Gegenwart angelangt. Hat nicht Francis Fukuyama nach dem Untergang der Sowjetunion das „Ende der Geschichte“ prophezeit? Leider sind die Verhältnisse schlimmer als vorher, müssen wir ernüchtert feststellen.  

Luther hat zwischen weltlichem und göttlichem Regiment unterschieden. Zwar sei „jedermann Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat“, wie es in der Bibel heisst, aber die Seele des Menschen könne keine weltliche Instanz beherrschen.

Luthers Verhältnis zur Obrigkeit war ein ganz anderes als Zwinglis in Zürich. Luther bekam seinen Landesherrn kaum zu Gesicht und brauchte seinen Getreuen Spalatin als Vermittler zum kursächsischen Hof im fernen Torgau. Ulrich, oder wie er sich später nannte, Huldrych Zwingli (1484-1531) war als Leutpriester am Grossmünster mittendrin im Machtzentrum der Zunftstadt Zürich und konnte die Politik aktiv mitgestalten. Luthers Idee von den zwei Reichen, einem himmlischen und einem irdischem, fand den Umständen entsprechend in Zürich und später auch in Genf keine Akzeptanz.

Zwinglis Bruch mit der katholischen Kirche war radikaler als der Luthers. Die Kirchenräume wurden gänzlich leer geräumt und mit Schlichtheit neu gestaltet, worin sie die sittliche Strenge, der sich der Christ und Bürger unterwerfen sollte, widerspiegelten. Zwinglis volksnahe Theologie verhalf ihr zu einem Siegeszug in der Schweiz und den „oberdeutschen“ Gebieten und bedrängte  das Luthertum. Dazu trug auch Erasmus von Rotterdam (zw. 1466 u. 1469-1536) bei, der Zwingli - und nicht nur ihn - von Basel aus mit seinem humanistischen Gedankengut beeinflusste. Mit beiden geriet Luther in Konflikt.

Ein klärendes Gespräch zwischen Luther und Zwingli und ihren Adepten fand 1529 in Marburg statt. Schon an seinem Äusseren verdeutlichte Zwingli, dass er ein politischer Geistlicher war. In buntem Waffenrock mit Federhut und Degen nahm er sich unter der schwarzgewandeten Schar von Theologieprofessoren wie ein Paradiesvogel aus. Sein Tod auf dem Schlachtfeld in Kappel am Albis zwei Jahre später verwundert nicht. Ein solches Schicksal wäre für Luther undenkbar gewesen. Im Prinzip war Luther gegen jede Gewaltanwendung, nur die Überzeugungskraft des Wortes sollte es richten. Aber eben nur im Prinzip, denn in der Realität kam auch er nicht darum herum, Gewaltanwendung zu rechtfertigen oder sogar einzufordern, was ihm regelmässig im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlug.

Der Knackpunkt beim Treffen in Marburg war die Frage nach dem Verständnis des Abendmahls. Luther hatte als Mönch die spirituelle Dimension der Liturgie erlebt. Für ihn war das Abendmahl so wie in der katholischen Kirche eine Weihehandlung mit einem mystischen Kern. Allerdings deutete er dieses Sakrament anders als die Katholiken. Zwingli hatte diesen Erfahrungshorizont nicht und sah im Abendmahl lediglich ein symbolisches Erinnern. Luther blieb in dieser Frage unerbittlich und führte dadurch die Spaltung der Reformation herbei. Nun standen sich Lutheraner und „Reformierte“ gegenüber. Erst Jahrhunderte später, 1973, konnte dieses Schisma überwunden werden.

Der Konflikt mit Erasmus war nicht weniger tiefgreifend. Luther war kein Humanist. Allerdings bediente er sich ausgiebig aus dem Werkzeugkasten der Renaissance, um an die antiken Quellen heranzukommen. Erasmus war ihm schon deshalb suspekt, weil es ihm gelang, höchst geistreich zwischen allen Fronten zu lavieren, ohne dabei unter die Räder zu geraten. 1524 forderte Erasmus Luther mit einer Abhandlung über den freien Willen heraus. Der Mensch sei kraft seiner Vernunft befähigt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und entsprechend seine Wahl zu treffen. Eine Annahme, die uns sehr sympathisch ist. Damit verband sich unterschwellig die Idee, dass der Mensch selbständig zu seinem Seelenheil beitragen könne. Es dauerte ein Jahr, bis Luther eine umfangreiche Erwiderung verfasste, in der er einen so definierten freien Willen in Abrede stellte, weil er die Allmacht Gottes einschränke. Eine Auffassung, die Zwingli und später Calvin teilten. Das war eine verstörende Meinung. Erst die moderne Hirnforschung beweist, dass es mit dem freien Willen nicht so weit her ist, wie wir es gerne hätten.

Zu den zwei herausragenden Exponenten der Reformation, Luther und Zwingli, gesellte sich ein dritter, Jean Calvin (1509-1564), ein Franzose, wegen seiner Überzeugungen bedrängt und immer auf der Flucht vor seinen Häschern, bis er sich ab 1541 in Genf dauerhaft entfalten konnte. Genf löste Wittenberg als Zentrum der Reformation ab. Calvin war ein Reformator der 2. Generation und zunächst stark von Luther beeinflusst. Calvin sponn den Faden weiter, den Luther in seiner Auseinandersetzung mit Erasmus aufgenommen hatte. Danach habe Gott schon vor Zeit und Raum das Schicksal des Menschengeschlechts vorausbestimmt. Es stehe also von vornherein fest, wer einstmals in den Himmel oder in die Hölle komme. Diese Schlussfolgerung war nicht im Sinne Luthers, der gepredigt hatte, dass die Hoffnung auf Erlösung grundsätzlich allen Menschen offen stehe. Calvins Ansatz setzte sich durch, und seine Nachfolger machten die Prädestinationslehre zum Kernstück der calvinistischen Ideologie.  

Wir haben es mit zwei unterschiedlichen Menschenbildern zu tun: Bei Luther führt der Mensch ein sinnerfülltes Leben, wenn er innerhalb der bestehenden Ordnung sein Bestes gibt, egal in welchem Beruf oder sozialer Stellung. Ein statisches, aber tröstliches Modell. Die Calvinisten schaffen sich die Ordnung auf basisdemokratische Weise selbst. So entsteht ein Kollektiv, das auch als Kontrollorgan wirkt. Leistung und wirtschaftlicher Erfolg sind ein Indiz, ob der Mensch zu den von Gott Auserwählten gehört. Da der Wohlstand nur Gottes Gnade zu verdanken sei, geht man mit ihm bescheiden und zum Wohl der Allgemeinheit um. Mit diesem System aus Sozialdisziplinierung, Askese und Leistungswillen wird die protestantische Arbeitsethik auf die Spitze getrieben. Luther hatte dafür den Grundstein gelegt, Zwingli befand, dass der Mensch arbeiten müsse und den Müssiggang meiden solle, weil Gott ja auch schöpferisch sei, aber erst die Calvinisten brachten Dynamik in die Sache und waren damit höchst erfolgreich. Die Pilgrim Fathers  in Nordamerika kamen aus diesem Dunstkreis und befeuerten den Aufstieg der späteren USA.  Der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920) sah im protestantischen Leistungswillen den Motor für den Kapitalismus.

Wo Gewinner sind, d.h. die Auserwählten, musste es auch Verlierer geben. Ein krasser Widerspruch zu Luthers Überzeugung. Auch die Lustfeindlichkeit Calvins war nicht nach Luthers Geschmack, der massvolle fröhliche Geselligkeit eben auch als ein Geschenk Gottes betrachtete.

Keinem Theologen der damaligen Zeit, ob altgläubig oder reformiert, wäre es jemals in den Sinn gekommen, die Bibel sei nicht Gottes Wort, sondern ein von Menschen verfasster Bericht über religiöse Erfahrungen. Oder Jesus sei nicht Gottes Sohn, sondern ein charismatischer Wanderprediger gewesen. Einer, der doch seine Zweifel hatte, war der spanische Arzt und Humanist Michel Servet (1511-1553), der die Dreifaltigkeit infrage stellte. Der Scheiterhaufen wurde sein Schicksal, nicht etwa auf Betreiben der katholischen Kirche, sondern es war Calvin, der seinen früheren Freund in diesen grausamen Tod schickte. Ein schwarzer Fleck in der Biographie Calvins! Calvin und der Calvinismus hatten also durchaus intolerante und repressive Züge. Historiker schreiben die „Wagenburg“-Mentalität der Calvinisten dem Überlebenskampf und der ständigen Bedrohung zu, der diese religiöse Gruppe ausgesetzt war.

Das traf vor allem auf Frankreich zu. Die französischen Könige hatten die zersetzende Wirkung der Reformation auf die staatliche Einheit in Deutschland als abschreckendes Beispiel vor Augen. Ludwig XIV. (1638-1715), dessen politisches Ziel es war, den auf den absoluten Monarchen ausgerichteten Zentralstaat zu verwirklichen, hob 1685 das Edikt von Nantes, das den Hugenotten Religionsfreiheit eingeräumt hatte, auf. Ein Exodus von ungefähr einer halben Million Religionsflüchtlingen setzte ein, der vielen rückständigen Ländern Europas zum Segen gereichte, denn es waren tüchtige und gebildete Leute, die ihre Heimat verlassen mussten.  

Hugenotten gelangten auch nach England und fanden dort eine spezielle Situation vor. Nachdem Heinrich VIII. (1491-1547) sich vom Vatikan losgesagt hatte, gab es in England eine katholische Kirche ohne Papst. Martin Bucer (1491-1551) aus Strassburg, ein Weggefährte von Luther und Zwingli, wirkte in Cambridge an der Reformierung der anglikanischen Kirche mit. Federführend war der Erzbischof von Canterbury, Thomas Cranmer (1489-1556), der dafür mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen bezahlte, denn die politischen Verhältnisse und damit die Religionsdominanz wechselten schnell. Aber auch innerhalb des Reformlagers regte sich Opposition. Puritaner, Presbyterianer, Methodisten und Baptisten, allesamt calvinistisch geprägt, fanden oft erst in Nordamerika das „gelobte Land“, in dem sie sich frei entfalten konnten. In England kehrte 1689 mit einem Toleranzgesetz endlich Ruhe ein. Die anglikanische Kirche ist bis heute Staatskirche. 

Nach schier endlosen, mit Gewalt ausgetragenen Macht- und Religionskämpfen hatte sich eine solide Basis gebildet, auf der sich Grossbritannien zur Weltmacht entwickeln konnte.  Es war wie zu Luthers Zeit eine Epoche des Umbruchs mit einer parlamentarisch kontrollierten Monarchie, Religionsfrieden, wissenschaftlichem Fortschritt und beginnender Industrialisierung.  1717 wurde die erste Grossloge von vier Logen gegründet. Aber wie bei Luther nicht der Thesenanschlag 1517 der entscheidende Faktor für die Reformation war, sondern erst das Jahr 1520, so war auch bei der neuen Grossloge nicht das Jahr der Gründung das wesentliche Ereignis, sondern das Jahr 1723, als die Alten Pflichten, das Konstitutionenbuch, niedergelegt wurden. Damit wurde eine geistige Struktur für den FM-Bund geschaffen, die einerseits Verbindlichkeit herstellte, andererseits aber offen genug war für zukünftige Interpretationen. Ohne die Alten Pflichten hätte die Freimaurerei wahrscheinlich nicht 300 Jahre überlebt.

Der führende Kopf der neuen Vereinigung war Jean Théophile Desaguliers (1683-1744), hugenottischer Herkunft, ein Theologe, Jurist und Naturwissenschaftler, der als Mitglied der Royal Society über ein grosses Netzwerk verfügte und namhafte Persönlichkeiten für die fm Idee zu begeistern wusste. Desaguliers war eng mit Isaac Newton (1643-1726) verbunden, der den Übergang von der Alchemie zur exakten Wissenschaft verkörperte. Die Naturgesetze, die Newton entdeckte, trugen dazu bei, dass sich der Deismus in den gebildeten Kreisen als religionsphilosophische Überzeugung durchsetzte. Der Deismus führt die Theorie Calvins fort, wonach Gott schon bei der Schöpfung den Weltenlauf nach einem Plan vorausbestimmt habe. Folglich waren auch die Naturgesetze von vornherein gegeben, Gott wurde als „Urbaumeister, dem aller menschlicher Aufbau nacheifert“, verstanden. Die Religion wurde auf „eine rein menschlich-vernünftige Grundlage“ gestellt. Damit wurde der Deismus zur „Religionsphilosophie der Aufklärung“ (Ernst Troeltsch).  

Wenn sich der Erdenlauf nach den göttlichen Naturgesetzen richtet, dann gibt es keinen Platz mehr für Wunder und Offenbarungen. Der Freimaurer Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) formulierte auf dieser Basis seine Bibelkritik. So betrachtet, ist dem Grand Orient de France eine gewisse Konsequenz nicht abzusprechen, als er 1877 auf Vorschlag des zug. Grossmeisters Frédéric Desmons (1832-1910), eines protestantischen Geistlichen, die Bibel vom Altar der Loge verbannte. Vielfach wurde der Deismus auch so verstanden, dass Gott sich nach dem Schöpfungsakt zurückgezogen habe und nicht mehr ins Weltgeschehen eingreife. Von hieraus ist es dann nicht weit bis zum Atheismus.

Als Verfasser der Alten Pflichten wird James Anderson (1679-1739) genannt, ein presbyterianischer Geistlicher. Die fm Forschung geht heute davon aus, dass das wichtigste Kapitel, das die Pflichten eines Freimaurers beschreibt, nicht von ihm, sondern von Desaguliers stammt. Der Einfluss protestantischer Theologen auf die Gründungsphase der Freimaurerei ist also unübersehbar. Allerdings sind die Alten Pflichten nicht explizit deistisch formuliert, sondern beziehen sich auf eine Religion, in der alle Menschen übereinstimmen. Dies war zunächst auf Christen gemünzt, die in England lange untereinander in Glaubenskonflikte verstrickt waren, erweiterte sich aber später auf alle Religionen. Ähnlich wie bei Luther sehen wir hier eine Zweiteilung: die Sphäre des „Grossen Baumeisters des Universums“, wie die wörtliche Übersetzung heisst, und das Diesseits, wo die Menschen und besonders die Freimaurer aufgefordert sind, durch Selbstvervollkommnung ihr Bestes zum Wohl aller zu geben, ohne dafür himmlische Erlösung zu erwarten. Der Schwerpunkt fm Wirkens liegt im Diesseits, das Transzendente wird nur insofern berührt, als der Tod miteinbezogen wird. 

Die Freimaurerei hat sich sehr schnell in die unterschiedlichsten Richtungen entwickelt, die wir hier nicht weiter verfolgen wollen. Den Grand Orient de France, der die Bibel durch ein Buch mit leeren Seiten ersetzte, haben wir schon genannt, am anderen Ende der Skala stehen die skandinavischen Grosslogen und der deutsche Freimaurerorden mit einer ausdrücklich christlichen Ausrichtung, die Jesus Christus symbolisch als ihren „Obermeister“ verehren und sich damit weit von den Alten Pflichten entfernen. Wie auch immer die religiöse Orientierung ist, in den „zentralen Ideen wie Humanität, Aufklärung und Toleranz“ sollten sich alle Systeme treffen.

Die Freimaurerei, wie sie auf dem Lindenhof in Zürich praktiziert wird, ist stark vom Rektifizierten Schottischen Ritus (RSR) beeinflusst. Der Ursprung dieses Ritus liegt in Frankreich und hat eine spirituelle Dimension, die im Ritual zum Ausdruck kommt, wenn von der Unsterblichkeit der Seele und vom göttlichen Funken, der in jedem Menschen steckt, die Rede ist. Der RSR, der sich symbolisch von einem Mönchsorden ableitet, ist deshalb der Bescheidenheit – Modestia – verpflichtet. Unsere Rituale sind in ihrer Dramaturgie zurückhaltend und passen gut zur zwinglianischen Tradition der Stadt.  

Die Geschichte der Reformation ist eine Geschichte des Ringens der Menschen um geistige Freiheit und Erforschung des göttlichen Willens. Wie wir gesehen haben, ist es nicht einfach, beides unter einen Hut zu bringen. In der postmodernen Zeit ist das für viele Menschen kein Thema mehr, was sie nicht davon abhält, einer oftmals diffusen Spiritualität zu frönen. Luthertum und Calvinismus haben sich z. T. bis zur Unkenntlichkeit von ihren Ursprüngen entfernt und erreichen die Menschen kaum noch. Was geblieben ist, ist der Wohlstand des Einzelnen als Gradmesser für seine gesellschaftliche Bedeutung ohne sittliche oder gar religiöse Rückbindung. Eine Tendenz, die dem Egoismus Vorschub leistet und nicht im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Freimaurer sein kann. Gutes zu tun nur um der Sache willen ohne Erwartung auf soziale Anerkennung oder Erlösung der Seele ist der Schnittpunkt, an dem sich Reformation und Freimaurerei treffen.

Die Beschäftigung mit der Reformation lehrt uns noch etwas anderes: beim Rückblick auf 500 Jahre merken wir, dass sich an der Natur der Menschen, ihren Befindlichkeiten, ihren Ängsten und Hoffnungen nichts geändert hat - trotz des enormen Fortschritts. Deshalb sei vor der Illusion gewarnt, wir Freimaurer könnten die ideale Gesellschaft erschaffen, es gelingt uns ja selbst in unserem engen Kreis nicht immer! Der Salomonische Tempel, an dem wir symbolisch bauen, droht immer wieder einzustürzen. Das sollte uns nicht entmutigen, sondern im Gegenteil „zu doppeltem Eifer“ anspornen, wie es im Ritual steht, denn die Arbeit als solche bringt uns Befriedigung und wirkt sinnstiftend, wenn auch der äussere Erfolg auf sich warten lassen mag.

500 Jahre – ein halbes Jahrtausend – erscheinen uns viel. Nach den Vorstellungen der Bibel gelten andere Dimensionen, heisst es doch im 90. Psalm: „Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache“. In diesem Licht gesehen, kommen uns die oft kleinlichen, mitunter brutalen und kriegerischen Auseinandersetzungen, der Fanatismus und die Engstirnigkeit, die den reformatorischen Prozess begleitet haben, absurd vor. Das haben schon unsere fm Vorväter erkannt, als sie sich vor 300 Jahren entschlossen, die Diskussion über Religion und Politik aus den Logen zu verbannen. Diese Regelung verschafft uns die Gelassenheit und den Weitblick, die Zusammenhänge zu erkennen, die das menschliche Zusammenleben bestimmen, ohne im Sumpf polemisch ausgetragenen Streits zu versinken. Das ist die gelebte Toleranz, die es uns ermöglicht, die Welt, in der wir leben, hoffentlich ein wenig besser zu machen.  

M.G./25.07.2017

 Literatur

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Grün, Klaus-Jürgen: Aufsatz „Freimaurerische Geschichtsforschung als Ideologie – Aspekte eines falschen Bewusstseins unter Freimaurern“, in: QC Jahrbuch 53/2016  

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Lennhoff/Posner/Binder: „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2000

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Reinalter, Helmut: „Die Freimaurer“, München 2000

Reinalter, Helmut: „Die Gründung der ersten Grossloge in London 1717 – ein Mythos?“, in: Humanität Nr. 3/2017

Rogasch, Wilfried: Kapitel „Reformation“, in: Deutsche Geschichte in Bildern, Bd. 1, München/Berlin 1997

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Schilling, Heinz: „Vor genau 500 Jahren“, Die Zeit v. 16.02.2017

Schmid, Ulrich: „Es gibt keine direkte Linie von Luther zu Hitler“, NZZ v. 11.04.2017

Schmidt, Alfred: „Entstehungsgeschichte der humanitären Freimaurerei. Deistische Wurzeln und Aspekte“, Leipzig 2014

Straumann, Tobias: „Kritik an Max Weber: Alphabetisierung wichtiger als Religion“, NZZ v. 27.04.2017

Straumann, Tobias: „Zeit der wirtschaftlichen Aufbrüche. Während der Reformation ist der Grundstein für die globalisierte Wirtschaft und eine international vernetzte Schweiz gelegt worden“, a.o.a.O.

Wellenreuther, Hermann: „Was ‚America first‘ mit Luther zu tun hat“, NZZ v. 15.06.2017

 

M.G./25.07.2017

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